LCD Fernseher

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Die Bildschirmtechnologie von LCD-Fernsehern basiert auf dem liquid crystal display (Flüssigkristallbildschirm), dessen Bild durch Lichtpolarisation in viele winzigen Flüssigkristallen entsteht. Diese Lichtpolarisation wird durch die angelegte elektrische Spannung beeinflusst. Die LCDs bestehen aus unabhängigen Segmenten, die ihre Transparenz individuell ändern können, indem die elektrische Spannung ihre Ausrichtung ändert. Damit wird polarisiertes Licht aus der Hintergrundbeleuchtung inklusive Polarisationsfiltern verschieden durchgelassen, somit entsteht das differenzierte Bild. Die Hintergrundbeleuchtung kann aus LEDs bestehen (LED-Backlight), weshalb manchmal eigentliche LCD-Fernseher als (vermeintlich modernere) LED-Fernseher vermarktet werden, hier gibt es jedoch einen Unterschied, denn “echte” LED-Fernseher erzeugen tatsächlich das Bild aus LEDs, nicht nur das Hintergrundlicht für die LCDs. Diese sind als Raster (Pixel) angeordnet und können damit in mehr oder weniger hochauflösender Form Bilder darstellen. Es leuchtet ein, dass die Zahl der Flüssigkristalle die Kosten für so einen Bildschirm beeinflusst, der also umso teurer werden muss, je höher die Pixeldichte ausfällt. LCD-Fernseher sind aber aktuell (Sommer 2013) schon äußerst günstig zu haben. In ihrer modernsten Form verwenden sie ein Aktiv-Matrix-Display, bei dem Dünnschichttransistoren in einer Matrix – TFT (thin film transistor) – die LCDs ansteuert.

Vor- und Nachteile von LCD-Fernsehern

Als LCD-Fernseher in den 2000er Jahren marktfähig wurden (die Entwicklung ist viel älter), stellten sie gegenüber Röhrenfernsehern das Bild bei geringerer Leistungsaufnahme besser dar. Sie konkurrierten in diese Hinsicht mit der parallelen Entwicklung der Plasmafernseher, LCDs bestechen hier nach wie vor durch relativ hohe Bildqualität bei geringer Leistungsaufnahme und günstigen Gerätepreisen. Seit die TFT-Matrix verwendet wird (etwa seit 2005) und sie mit LED-Backlights ausgerüstet sind (etwa seit 2010), liefern sie eine ausgezeichnete Qualität zu erschwinglichen Kosten, es gibt 55-Zoll-Geräte schon ab 700 Euro, 32-Zoller für die etwas kleinere Wohnstube schon um 250 Euro. Gegenüber den ebenfalls hochwertigen, für ihre Bildqualität berühmten Plasmafernsehern nehmen sie prinzipiell bei höherer Lichtausbeute weniger Strom auf. Echte LEDs können allerdings diesen Wert noch unterbieten, sind aber aktuell noch recht teuer. Sie erzeugen keine Röntgenstrahlung und nur ein geringes Magnetfeld, aber ein elektromagnetisches Feld (kompromittierende Abstrahlung mit Bildinformation). Die Darstellung kann manchmal bei der Betrachtung aus einem sehr spitzen Winkel undeutlich werden, dieses Problem schwindet aber durch modernere Technologien.

Was können die modernen LCD-Fernseher?

Die aktuell hochwertigsten Geräte verfügen komplett über LED-Backlight und ansonsten die hochgradige Ausstattung, die von modernen Fernsehern erwartet wird. Internetanbindung, vielfache Konnektivität und diverse Vernetzungsmöglichkeiten sind ebenso selbstverständlich wie 3D-Wiedergabe, Sprachsteuerung und Aufnahmefunktion. Etwas bessere Geräte kosten zwar in der Bildschirmdiagonale über 50 Zoll auch ab 1.200 Euro aufwärts, dafür sind sie immer noch echte Stromsparer (50 bis 90 Watt) und liefern eine wirklich blendende Bildqualität. Sony setzt beim Backlight neuerdings auf blaue LEDs und lässt statt mit Farbfiltern nun mit Quantenpunkten das Bild erzeugen, was das Farbspektrum beträchtlich erweitert. Der Samsung UE50ES5700SXZG ist mit einem 50 Zoll (127 cm) LED-Backlight-Bildschirm ausgestattet, bietet EEK A+ und Full HD mit 100Hz sowie einen DVB-T/C/S2 Receiver, Videos, Apps, Internet, Skype und vieles mehr gehören zur Ausstattung.