Smart TV Einsteiger Guide – darauf müssen Sie achten

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Quelle: © by TiM Caspary / pixelio.de

Viele Fernseher verdienen es heutzutage nicht, schlicht als Fernseher bezeichnet zu werden. Vielmehr könnte man sie als Computer inklusive Multimediacenter und Internetanbindung bezeichnen – nun muss nur noch eine markante Bezeichnung dafür erfunden werden. Wie wäre es mit Smart-TV?

Die cleveren Flachbildfernseher können WLAN, Apps, Internet, Onlineshopping, Video-Streaming, soziale Netzwerke, das Aufzeichnen und Abspielen von Sendungen, Radio und die Wiedergabe von Photos und Filmen auf einem USB-Stick. Das Credo: Zuschauer entscheiden selbst, was gesehen und gemacht wird. Passiver Konsum eines vorgegebenen Programms ist von gestern. Es gibt beim Kauf eines Smart-TVs auch einige Fallstricke für Neueinsteiger. Der Begriff Smart-TV ist nämlich nicht genormt und so kann sich theoretisch alles Mögliche hinter dem Marketingbegriff verbergen.

Volle Funktionalität – was gibt es ?

Smart zu sein bedeutet, dass TV-Geräte mit ähnlichem Funktionsumfang eines Computers auftrumpfen können. Programme, genannt Apps, können heruntergeladen und installiert werden. Ein eigenes Betriebssystem regelt den internen Ablauf. USB-Anschlüsse sollten vorhanden sein, um Sendungen aufzuzeichnen und Photos und Videos abzuspielen. LAN oder WLAN, z.B. von http://yagiwlan.de sind ebenfalls von Nöten, denn ohne diese gibt es keine Verbindungsmöglichkeit zum DSL-Router. Es ist darauf zu achten, dass Surfen im Internet mit speziell angepassten Browsern möglich ist. Ohne Maussteuerung und einem angepassten Interface verkommt das Surfen ansonsten oftmals zu einer reinen Geduldsfrage, da eine Fernbedienung meistens nicht optimal für solche Zwecke ausgerichtet ist. Dank neuer Technik unterstützen einige moderne Geräte sogar Gestensteuerung und Sprachsteuerung, die oft erstaunlich gut funktionieren. Alternativ legen manche Hersteller speziell angepasste Fernbedienungen für das Surfen bei, oder man kontrolliert seine Eingaben einfach per Tablett und Smartphone. Die notwendige Software dafür wird häufig kostenfrei zum Download angeboten.

Voraussetzung für den reibungslosen Betrieb ist auch eine potente Internetleitung. DSL mit 6000 kbit/s Downstream sind das notwendige Minimum, sofern man datenintensive Streaming-Dienste von Online-Videotheken in hoher Auflösung nutzen möchte. Damit der kabellose Weg ins Cybernetz ohne Stolpersteine absolviert werden kann, benötigt das Gerät ein WLAN-Modul. Eine Funkverbindung mit dem eigenen DSL-Router wird erst dadurch möglich. Verbindungsassistenten erleichtern einem die Einrichtung. Störende Aussetzer während der Videoübertragung können reduziert werden, indem ersatzweise eine feste Verkabelung im LAN genutzt wird. DLNA ist ein weiterer Standard, der Datenübertragung von vernetzten PCs und Speichermedien direkt auf den TV-Bildschirm ermöglicht. Gängige Datenformate- und Container wie z.Bsp H.264, H.263, MP4, MP3, AVI und JPG sollten die Fernseher auf jeden Fall erkennen.

Eine Frage der Sicherheit

Alarmierend ist der laxe Umgang der Hersteller mit dem Thema Sicherheit. Jeder kennt die Firewall, den Virenscanner und Schutzfunktion für Webbrowser vom eigenen PC – warum also nicht für den Fernseher? Genau wie der Heimcomputer ist das System im TV angreifbar und manipulierbar. Klau von Passwörtern und Fremdzugriff auf eingebaute Kameras sind denkbar und stören empfindlich die Privatsphäre der Anwender. Daher gilt es Sicherheitsregeln zu beachten: Geschäfte sollten nur in technisch geschützter Umgebung ausgeführt werden. Fragwürdige Links und Seiten sind zu vermeiden. Ratsam ist es auch, vor dem Installieren von Programmen Erkundungen nach deren Seriosität und Funktion einzuholen. Aktuelle Updates der Firmware des TV-Gerätes sollten umgehend installiert werden.

Zur Not einfach aufrüsten

Falls das eigene TV keine Smart-Funktion beherrscht, muss nicht zwingend ein neues Gerät besorgt werden. Verfügt es über einen HDMI-Eingang, so kann man einfach mit Drittgeräten die Internetfunktion nachrüsten. Spielekonsolen wie die Xbox One oder PS4 bieten interne Surfapplikationen an und werten das Wohnzimmer dadurch ebenfalls zu einem Multimediacenter auf. Wer nichts mit Zocken am Hut an, kann dies auch mit einer Set-Top-Box bewerkstelligen. Manche Blu-Ray Player bieten ähnliche Möglichkeiten an. Bei fehlendem WLAN-Modul gibt es auch eine Lösung: WLAN-USB-Sticks ersetzen dieses meist tadellos, sofern sie vom Hersteller des TV-Geräts selbst angeboten werden.